vom BIRKENHOF

Bio-Landbau im Takt der Natur

Der Birkenhof

Auf dem Birkenhof produzieren wir wertvolle Lebensmittel im Einklang mit der Natur.  Regenerative, biologische und nachhaltige Landwirtschaft zu betreiben, ist unsere Überzeugung! Der Betrieb ist nach den Richtlinien von Bio Suisse mit der Knospe zertifziert. 

Auf unserer Internetseite bieten wir einen tieferen Einblick in die Zusammenhänge und Hintergründe einer regenerativen Landwirtschaft. Ausserdem stellen wir uns und unsere Philosophie genauer vor. Natürlich ist auch unser jeweils aktuelles Angebot auf dieser Seite aufgeschaltet.

Vorweg ein paar Eckdaten zum Birkenhof:
Gesamtfläche 27 ha mit folgenden Kulturen:

• Ackerbau: Kartoffeln, Mais, Weizen, Dinkel, Sonnenblumen, Ackerbohnen
• Futterbau: Wiesen, Weiden und Extensive Wiesen
• Gemüse: Spargeln, Rhabarbern und Freiland-Gemüse
• Sonstiges: Hecken und Hochstammfeldobstbäume
Ausserdem beleben einige Tiere den Hof: 22 Pensionspferde (www.pferdeamrhein.ch), 12 Hühner, Hund Merlo

Das Beste saisonal!

Mit dem Einkauf von saisonalem Obst und Gemüse garantieren Sie nicht nur sich und Ihrer Familie eine abwechslungsreiche und gesunde Ernährung. Sie fördern auch den Anbau saisonaler Produkte hier vor Ort und leisten so einen Beitrag zum Erhalt der Biodiversität und der Bauern in Ihrer Region.

Wer sind wir…

Markus Weber

Markus Weber

Ich durfte eine spannende und sehr schöne Kindheit auf dem Birkenhof verbringen. Die Landwirtschaft hat mich schon damals begeistert und ich habe mich deshalb entschieden die landwirtschaftliche Ausbildung zu machen. Neben Weiterbildungen in Handel und Verwaltung besuchte ich eine Pop und Rock Musikschule in Los Angeles. Eine wirklich tolle Erfahrung! Danach durfte ich den Betrieb von meinen Eltern übernehmen und übernahm damit auch die Verantwortung auf dem Birkenhof. Mit dem Besuch des Bodenkurses im Grünen im Jahr 2015 und der Umstellung auf regenerative und biologische Landwirtschaft ist meine Begeisterung für diesen wunderschönen und vielfältigen Beruf nochmals gewachsen. Mit meinem Bruder Jürg habe ich jemanden gefunden, der meine Begeisterung teilt. Es bereitet mir sehr viel Freude mit ihm zusammen ein gemeinsames Ziel zu verfolgen.
Zufällig – oder vielleicht nicht ganz zufällig – teilen wir auch die gleichen Hobbys : Biken und Musizieren. Ausserdem schenke ich meinem Geist und Körper gerne beim Yoga etwas Entspannung.

Jürg Weber

Jürg Weber

Auf dem Birkenhof aufgewachsen, durfte ich meine Jugend- und Flegelzeit bereits zwischen Kühen, auf dem Acker und in der Natur verbringen. Nach der Schulzeit folgte die Ausbildung zum Landwirt und anschliessend der Lehrgang als Agrokaufmann. Mit der Landi Hüttwilen fand ich einen sehr spannenden Arbeitgeber, bei dem ich mein kaufmännisches- und landwirtschaftliches Wissen kreativ umsetzen durfte. Nach gut 20 Jahren habe ich mich entschieden mein Pensum in der Landi zu reduzieren und die Geschäftsführung in neue Hände zu übergeben. Altes geht, Neues entsteht.

Ich freue mich sehr, nun mit meinem Bruder Markus auf dem Birkenhof neue Wege einzuschlagen und mit der regenerativen Landwirtschaft im Gemüsebau meinen Teil für wertvolle Lebensmittelproduktion beizutragen.

Und nicht zu vergessen – nebst der Arbeit braucht es auch ein Hobby: In meiner Freizeit sorgt das Mountainbike für einen sportlichen und das Schlagzeug für einen musischen Ausgleich zum Berufsalltag.

Unterstützt werden wir von ganz vielen wertvollen Geistern aus der Familie und Freunden. Ohne sie ginge es nicht und wir sind allen sehr dankbar !

Unsere Philosophie und Motivation

Natürliche Umgebungen sind immer vielfältig. In der Natur gibt es keine Monokulturen!
Genau dieses natürliche Prinzip nimmt der Birkenhof auf. Unsere Äcker werden deshalb möglichst vielfältig bepflanzt: Mischkulturen, Untersaaten und Zwischenfrüchte mit möglichst vielen Arten fördern ein vielfältiges und stabiles Bodenleben. Davon profitieren Bakterien, Pilze, Regenwürmer usw. Sie alle sind wichtige Komponenten eines durch und durch gesunden Bodens. Aber auch die Erde oberhalb profitiert von dieser Vielfalt, wie zum Beispiel Käfer oder Wildbienen (Stichwort Insektensterben). Unsere Kunden profitieren so von einem bunten, vielfältigen und gesunden Angebot aus 100% Biodiversität.
Lebensmittel zu produzieren betrachten wir als sehr grosse Verantwortung – nicht nur gegenüber unseren Kunden, sondern auch gegenüber unseren Nachkommen und der Natur selbst. Alle Massnahmen auf dem Feld bis zur weiteren Verarbeitung sollen deshalb auf die Bedürfnisse der Natur und die Produktion wertvoller Lebensmittel abgestimmt sein.
Ganz nach unserem Motto: „Im Takt der Natur“.

Regenerative Landwirtschaft

Regenerative Landwirtschaft legt den Fokus auf fruchtbare Böden als Grundlage für Produkte, die die Gesundheit von Mensch, Tier und der Natur erhalten und fördern. Die Regenerative Landwirtschaft besteht aus in der Praxis gewonnenen Erfahrungen, nicht nur aus Laborergebnissen. Wir sind der Meinung jeder Einzelne kann etwas für sauberes Trinkwasser und mehr Biodiversität beitragen.

Der Boden ist das wertvollste Gut in der Landwirtschaft, darum dienen in der regenerativen Landwirtschaft alle Massnahmen dem Aufbau des Humusanteils und der biologischen Aktivität im Boden. Der Humus ist der besonders fruchtbarer Bestandteil des Erdbodens.

Eine funktionierende Interaktion von Bodenlebewesen und Pflanzen bringt lebendige Lebensmittel für Mensch und Tier.

Eine solche regenerative Landwirtschaft bringt CO2 (Kohlenstoff) dauerhaft zurück in die Böden. Ein kohlenstoffreicher Boden ist fruchtbar und bildet die Grundlage für eine ertragreiche und rentable Landwirtschaft und ist somit nicht zuletzt auch entscheidend für die Ernährungssicherheit der Menschen.

dies bedeutet für uns….

die Felder werden dauerhaft begrünt…

Auch im Winter findet Photosynthese statt. Der Boden ist vor Erosion und Wind geschützt und die mikrobiologische Aktivität wird nicht unterbrochen.

Ein brach liegender, nicht begrünter Acker/Boden verfügt über kein aktives Bodenleben, da keine Pflanzen vorhanden sind, die die Mikroorganismen füttern und somit am Leben erhalten würden. Durch möglichst dauernde Begrünung auch im Winter schaffen wir die Voraussetzung damit das Bodenleben erhalten und ihre Biomasse vergrössert wird. Es gilt eine hohe Photosynthesekapazität zu schaffen! Falls der Boden zeitweise nicht begrünt ist, sollte er durch eine Mulchdecke geschützt sein.

 

den Boden möglichst wenig bearbeiten…

Wo immer möglich verzichten wir auf schwere Maschinen und bearbeiten den Boden nur minimal und pfluglos. Dies immer mit dem Ziel die oberste, biologisch aktivste Bodenschicht lebendig zu halten.

Schwere Traktoren und Erntemaschinen zerstören besonders bei nassen Bodenbedingungen die Bodenstruktur. Es entsteht Staunässe und Luftmangel im Boden, das mögen weder die Pflanzenwurzeln noch die Mikroorganismen.

Wichtige Bodenpilze (Mykorrhiza) können sich bei intensiver und mehrmaliger Bodenbearbeitung nicht entwickeln oder gehen verloren.
Darum gilt es sich gut zu überlegen wie oft, wie tief und mit welchen Geräten man den Boden bearbeiten will.

 

Einsatz von Mulch, Kompost, Bokashi und Fermenten…

Innerbetriebliche organische Komponenten wie Kompost, Mulch usw. helfen die Bodenaktiviät zu fördern und Nährstoffe verfügbar zu machen.

In der Natur ist ein Boden niemals unbewachsen oder unbedeckt. Die Oberfläche ist somit automatisch geschützt vor starken Niederschlägen, Wind und Sonne. Deshalb arbeiten wir im Gemüseanbau viel mit Mulch Abdeckung, der eine wertvolle Alternative als Bodenschutz bietet.

Verzicht auf Herbizide, Fungizide und Insektizide…

Wir produzieren nach biologischen Richtlinien der Bio Suisse. Möchten da aber noch einen Schritt weitergehen und auch auf bewilligte Substanzen komplett verzichten.

Unser Ziel ist es, den Boden so aktiv und vital hin zu bekommen, so dass Krankheiten und Schädlinge gar nicht erst existenzielle Schäden anrichten können. Kleinere „Schönheitsfehler“ an unserem Gemüse nehmen wir bewusst in Kauf, nach dem Motto: «Auf die inneren Werte kommt es an!»

Mischkulturen anlegen…

Verschiedene Pflanzenfamilien auf engem Raum verhindern einseitige Entwicklungen im Boden und fördern den Austausch von Enzymen und Botenstoffen unter den Pflanzen. Dies macht Sie wiederum widerstandsfähiger gegenüber Krankheiten und Schädlingen.

Jede Pflanzenart hat ihre eigenen Wurzelausscheidungen, somit erreichen wir nur ein ausgewogenes und gesundes Bodenleben durch eine vielfältige und artenreiche Begrünung. Je grösser die Pflanzenvielfalt, desto grösser die Mikrobenvielfalt. Dadurch wird das Bodensystem robuster. Das heisst keine Monokulturen sondern Mischkulturen und möglichst artenreiche Zwischenkulturen.

 

Flächenrotte durchführen…

Bei der Flächenrotte werden grosse Mengen an verschiedenen Pflanzen aus einer Gründüngung ganz flach in die oberste Bodenschicht eingebracht.

Diese Grünmasse bringt dann dem Boden und der nachfolgenden Kultur die notwendige Energie in Form von Zucker. Dieser Zucker wurde vorher mit Hilfe der Sonne und Photosynthese produziert.

Tiere ins System integrieren…

Im Stoffwechsel der Gras fressenden Tiere sind eine enorme Menge Mikroorganissmen beteiligt, welche sehr wertvoll für unsere Böden sind...

Sofern die Exkremente nicht in einen faulenden Prozess in der Güllengrube oder auf dem Miststock übergehen. Das bedeutet, dass richtig gemanagte Tierbestände – also ohne Überweidung – das Bodenleben aktiv bereichern können.

Wir halten auf dem Birkenhof 20 Pensionspferde, die den Auslauf auf der Weide lieben. Bewusst suchen wir auch den Kontakt zu Schafhaltern damit ihre Tiere von Zeit zu Zeit unsere Flächen beweiden. Zurzeit ist ein Projekt mit Weidehühner in Planung.

Untersaaten…

Untersaaten sind Begrünungen innerhalb der Hauptkultur. Zum Beispiel beim Getreide oder Mais. Der Boden ist so von Erosion geschützt und dank der Begrünung sehr aktiv...

Untersaaten bilden eine «Grüne Brücke» für den Boden und damit für das Bodenleben. Wenn die Hauptfrucht, z.B. der Weizen, am abreifen ist, wird das Bodenleben nicht mehr von Wurzelausscheidungen des Weizens ernährt und da kommt die Untersaat zum Zug. Sie ist dann beim Dreschen des Weizen schon vorhanden, der Boden bleibt dadurch bewachsen und belebt. Die Untersaat wächst weiter bis dann eine Zwischenfrucht ( Gründüngung ) oder eine neue Hauptkultur eingesät wird. Eine Untersaat besteht meist aus verschieden Gräsern und Kleearten und bildet somit gemeinsam mit der Hauptkultur wieder eine Mischkultur.